Nach dem Frühstück im Hotel wollen wir die Altstadt von Montreal erkunden. Man kommt dorthin mit Bus, Bahn oder mit dem Auto. Die meisten Sehenswürdigkeiten kann man gut mit der U-Bahn oder dem Bus erreichen. Außerdem sind die U-Bahnstationen selbst interessant. Jede der 65 Stationen wurden anders gestaltet und dekoriert. so zum Beispiel Berri-UQAM mit Glasmalereien oder Place dÁrmes mit einer kleinen Sammlung archäologischer Funde.
Wir entscheiden uns mit dem Bus zu fahren. Als erstes schauen wir uns die Basilique Notre Dame an. Sie ist eine der schönsten Kirchen Nordamerikas und zugleich älteste katholische Stadtpfarrkirche. Eintritt mit oder ohne geführte Tour kostet 8 $.
Leider gibt es Bauarbeiten an einem Turm.
Das innere der Kirche ist dafür um so schöner.
Wir laufen weiter in Richtung alter Hafen. Schauen in Geschäfte, essen ein Eis und mittags machen wir eine längere Pause am Sankt Lorenz Strom.
Neben der Kirche liegt das Vieux Séminaire Saint-Sulpice, einer der ältesten Steinbauten der Stadt. Das Gebäude ist in Besitz der Ordensgemeinschaft der Sulpizianer. Es ist leider nicht zugängit. Den schönen Uhrenturm aus dem Jahr 1710 kann man aber durch das shmiedeeiserne Tor sehen.
Wir laufen weiter zum Vieux-Port
Dieser bietet auf 2 km Länge vielfältige Unterhaltung, mit Flohmarkt, Infozentrum Lockkeeper´s Hut, Cafe´s und Straßenkünstlern. Am Ostende befindet sich der 51m hohe Uhrenturm Tour de I´Horloge aus dem Jahre 1922 dessen Spitze man über 192 Stufen erreichen kann.
Mittags am alten Hafen von Montréal, dem Old Port of Montréal, marschieren plötzlich Darsteller in originalgetreuen historischen Uniformen der französischen Truppen des 18. Jahrhunderts und zeigen das Laden von Steinschlossgewehren mit Platzpatronen und präsentieren traditionelle schottische Tänze und Musik.
Am Montréal Sign
Die Untergrundstadt RÈSO
Nicht weit von unserem Hotel entfernt befindet sich die Untergrundstadt. Einen Plan dieser unterirdischen Stadt, indem alle unterirdischen Fußwege, die "pedestrian Corridors" eingezeichnet sind, erhält man in der Touristinformation.
RÈSO ist nicht nur ein Schutz vor schlechtem Wetter und Minusgraden, welche wir heute natürlich nicht haben. Da es aber zu Regnen beginnt, fällt die Entscheidung recht schnell uns diese Stadt auch einmal anzuschauen.
Die Tunnels, Passagen und Malls der Untergrundstadt sind ein 32 km langes Labyrinth. Es ist ein Einkaufsparadies mit hunderten von Geschäften, mehr als 180 Restaurants und Cafés, Hotels, Banken, U-Bahnstationen usw.
Unten angekommen, laufen wir durch helle, geschäftige Passagen mit riesigen Schaufenstern, Restaurants und gemütlichen Cafés, wo es köstlich duftet. Wir bekommen Hunger und gehen auf Suche. Bei diesem Angebot sind wir einfach überfordert.
Zwei Stunden später gehen wir wieder nach oben und fragen uns, wo wir uns jetzt eigentlich befinden.
Nach einem langen Fußmarsch zurück zum Hotel gibt es nur noch Füße hoch und den Tag bei einem Getränk ausklingen lassen.
Übernachtung im Double Tree by Hilton Québec Resort in der Rue du Marigot, Québec Citiy, QC G1G 6T8 Kanada.
Dieses Hotel liegt außerhalb von Québec, etwa 14 km vom Zentrum entfernt. Das Hotel ist sehr gut, gutes Frühstück und ein gutes Restaurant
Heute geht es weiter nach Québec. Das Wetter ist nicht so schön. Es ist bewölkt und unterwegs regnet es auch ab und zu. An den Orten, welche wir uns anschauen wollten, fahren wir daher vorbei. Wir beschließen gleich nach Québec zu fahren.
In der Nähe unseres Hotels liegt der Ort Wendake. Dort gibt es ein Huronendorf. Bei einer 45-minütigen Führung erfahren wir , wie das Leben in einem traditionellen Huronendorf aussah. Rue Stanislas-Kosca, Wendake (14,75 $)
Wir haben uns Schwitzhütten, Gemüsegärten und Langhäuser angeschaut.
In einem typischen Langhaus
Schwitzhütte, Räucherzelt und Gemüsegarten
Der Besucher erfährt Wissenswertes über die Jagd und den Fischfang, das Haltbarmachen der erlegten Beute. Anschließend wird noch einen Tanz gezeigt.
Es gibt auch einen sehr schönen Laden.
Uns hat es sehr gefallen.
Für heute abend haben wir noch etwas sehr spezielles geplant.
Die Onhwa Lumina in Wendake (31,50 CAD)
Onhwa´Lumina ist ein bezaubernder nächtlicher Spaziergang in Wendake, der die Kultur der Huron-Wendat-Nation feiert. Dieses Multimedia-Erlebnis führte uns entlang eines 1,2 km langen Pfades durch den Wald von Saint-Rémy, wo Lichtinstallationen, Klanglandschaften und Videoprojetkionen die Geschichten, Symbole und Rhythmen der Huron-Wendat zum Leben erwecken.
Die Vorstellungen beginnen nach Einbruch der Dunkelheit und finden an ausgewählten Abenden statt. Eine detaillierte Übersicht der Öffnungszeiten haben wir auf der offiziellen Website gefunden.
Als wir morgens aus dem Hotelfenster blickten, begrüßte uns noch ein strahlend blauer Himmel. Doch das kanadische Wetter hatte eigene Pläne: Schon auf dem Weg in die Stadt zog es komplett zu, und pünktlich zur Einfahrt ins Parkhaus öffnete der Himmel seine Schleusen.
Spontan disponierten wir um und steuerten unser erstes Schlechtwetter-Ziel an: das Observatoire de la Capitale im Marie-Guyart-Gebäude. Mit dem Aufzug ging es hinauf in den 31. Stock. Auf der 221 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform verbrachten wir eine Stunde und genossen trotz Wolken einen spektakulären Panoramablick über ganz Québec und das Umland.
Als der Regen etwas nachließ, wagten wir uns wieder nach draußen. Gut verpackt in unsere Regenjacken liefen wir bis zum Château Frontenac.
Das berühmte Schlosshotel ist das stolze Wahrzeichen der Stadt. Es wurde 1892 erbaut, hat 500 Zimmer und ist Treffpunkt der Promis.
Direkt dahinter erstreckt sich die Terrasse Dufferin. Der breite Plankenweg ist eine lebendige Promenade, die einen fantastischen Blick auf den St. Lorenz-Strom bietet.
Von dort aus nahmen wir die Promenade des Gouverneurs in Angriff. Der Weg führt über Holzblanken und unzählige Stufen bis zur Zitadelle. Als wir oben ankamen, waren wir ordentlich aus der Puste.
Das Timing an der Zitadelle hätte nicht besser sein können: Wir kamen exakt zur feierlichen Wachablösung an und schauten dem traditionellen Spektakel fasziniert zu.
Anschließend spazierten wir an der Außenmauer der Festung entlang, um den Ausblick auf die Stadt zu genießen. Mittlerweile hatte das Wetter komplett gedreht - wir wurden mit strahlendem Sonnenschein belohnt!
Nun hieß es wieder: Treppen steigen, dieses Mal hinunter in die malerische Unterstadt. Wir schlenderten über den geschäftigen Place Royale, besichtigten die geschichtsträchtige Kirche Notre-Dame-des-Victoires und suchten die berühmten, riesigen Wandmalereien wie die "La Freque des Québécois". Die detailreichen, historischen Figuren in den gemalten Fenstern sind ein echtes Fotomotiv!
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Nachdem wir die Unterstadt ausgiebig zu Fuß erkundet hatten, gönnten wir unseren Beinen eine Pause und fuhren mit der historischen Seilbahn, der Funiculaire, wieder bequem hinauf in die Oberstadt.
N Dort angekommen, pulsierte das Leben: Das Sommerfestival war in vollem Gange. Wir ließen uns treiben, schauten uns einige Straßenkünstler und Vorführungen an und ließen den Tag schließlich bei einem leckeren Abendessen in einem der gemütlichen Restaurants in der Altstadt ausklingen.
Der Rückweg forderte dann noch einmal unsere Geduld. Die gesamte Stadt schien ein einziger, gigantischer Stau zu sein. Stoßstange an Stoßstange dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis wir endlich die Altstadt hinter uns gelassen hatten und die Auffahrt zum Highway in Richtung Hotel erreichten. Ein anstrengender, aber absolut unvergesslicher Tag in einer der schönsten Städte Nordamerikas.
Übernachtung im Motel Belvédére, 130 Rue du Quai, Charlevoix, Sant-Simeon, QC, G0T-1XO. Dieses Motel liegt direkt am Fährhafen, von welchem wir morgen den Sant Lorenzstrom überqueren wollen.
Der heutige Tag unserer Reise stand ganz im Zeichen von beeindruckenden Naturereignissen, Fährüberfahrten und einer Menge frischer kanadischer Luft. Unser Tagesziel war das beschauliche St. Siméon, doch auf dem Weg dorthin warteten einige absolute Highlights auf uns.
Unser erster Stopp des Tages führte uns zu den spektakulären Montmorency-Wasserfällen (Chute Montmorency), die sogar noch ein Stück höher sind als die berühmten Niagarafälle. Wir steuerten zuerst den oberen Parkplatz an, um uns das Naturschauspiel aus der Vogelperspektive anzusehen. Das Überqueren der Hängebrücke direkt über der Abbruchkante des tosenden Wassers war ein echter Nervenkitzel und bot grandiose Fotomotive.
Danach wechselten wir auf den unteren Parkplatz und spazierten bis ganz nah an den Fuß des Wasserfalls heran - exakt bis zu dem Punkt, an dem man gerade noch nicht von der aufsteigenden Gischt klatschnass wird. Die Kraft des Wassers aus nächster Nähe zu spüren, war unglaublich beeindruckend.
Gut durchgelüftet setzten wir unsere Fahrt in Richtung Tadoussac fort. Die Anreise dorthin ist bereits ein kleines Abenteuer, da man den Saguenay-Fjord mit einer kostenlosen Autofähre überqueren muss. In Tadoussac angekommen, spazierten wir als Erstes den wunderschönen Holzbohlenweg (Sentier de la Pointe-de-l´Islet) entlang, der direkt an der Küste verläuft und für seine tollen Ausblicke bekannt ist.
Anschließend fuhren wir zu den berühmten, riesigen Sanddünen von Tadoussac. Der Blick von oben auf die gewaltige Sandlandschaft und das Wasser war fantastisch. Den steilen und anstrengenden Weg ganz nach unten in die Dünen sparten wir uns jedoch - der Ausblick von oben war bereit perfekt.
Ein paar Eindrücke von unterwegs
Nach diesem erlebnisreichen Ausflug machten wir uns auf den Rückweg. Es ging also ein weiteres Mal auf die Fähre und schließlich zurück nach St. Siméon. Dort angekommen,checkten wir im Motel ein und ließen den Tag bei einem gemütlichen und wohlverdienten Abendessen im benachbarten Restaurant ausklingen.
Lange konnten wir den Ausblick von unserem Balkon nicht genießen, denn morgen müssen wir extrem früh raus: Unsere Fähre auf die andere Seite des St.-Lorenz-Stroms legt bereits um 9:30 Uhr ab. Da man bei diesen Schiffen gute zwei Stunden vor der Abfahrt am Hafen sein muss, schlafen wir heute lieber eine Stunde früher.
Die Überquerung des St. -Lorenz-Stroms und das Naturwunder von Saint John
Der Wecker meinte es heute nicht besonders gut mit uns: Bereits um 5:45 Uhr hieß es Aufstehen! Doch das frühe Aufstehen war absolut notwendig, denn pünktlich um kurz vor 7:00 Uhr reihten wir uns bereits in die Warteschlange an der Fähre in St. Siméon ein. Da wir noch reichlich Zeit bis zur Abfahrt hatten, ließen wir das Auto im Wartebereich stehen und machten es uns im angrenzenden Restaurant bei einem gemütlichen Frühstück bequem - der perfekte Start in den Tag.
Pünktlich um 9:30 Uhr legte die Fähre ab. Die Überfahrt über den St. -Lorenz-Strom dauerte anderthalb Stunden und bot uns noch einmal tolle Ausblicke vom Deck aus. Leider waren keine Wale in sicht.
Auf der anderen Uferseite angekommen, lag eine echte Mammutstrecke vor uns. Um gut voranzukommen, fuhren wir ohne große Pausen durch bis nach Saint John in New Brunswick, wo wir schließlich gegen 16:30 Uhr ankamen.
Unser erstes Ziel in Saint John waren die berühmten Reversing Falls Rapids. Hier passiert etwas weltweit Einzigartiges: Durch den extremen Tidenhub der Bay of Fundy kehrt sich die Fließrichtung des Flusses bei Flut komplett um! Als wir ankamen, setzte die Flut gerade erst ein, sodass von dem eigentlichen Phänomen noch nicht viel zu sehen war.
Kurzerhand änderten wir den Plan: Wir fuhren zuerst zu unserer Unterkunft für die Nacht - dem Chateau Saint John Hotel & Suites. Nach dem Einchecken gönnten wir uns ein richtig leckeres Abendessen bei einem Thailänder in der Nähe.
Frisch gestärkt machten wir uns danach noch einmal auf den Weg zu den Stromschnellen.
Und tatsächlich: Die Fließrichtung des Flusses hatte sich komplett umgedreht! Ein faszinierender Anblick, auch wenn wir das ganz große Spektakel mit den wilden, tosenden Stromschnellen, die beim direkten Aufeinandertreffen der Wassermassen entstehen, leider knapp verpasst hatten. Auf dem Foto kann man die Fließrichtung schon erkennen.
Da es mittlerweile schon spät war, war an eine Erkundung der Innenstadt von Saint John nicht mehr zu denken. Das machte aber überhaupt nichts - wir haben kurzerhand beschlossen, das Versäumte einfach morgen früh nachzuholen, bevor es mit dem Roadtrip weitergeht.
Naturwunder an der Bay of Fundy: Vom Fundy Trail zu den Hopewell Rocks und weiter nach Prince Edward Island.
Nach einem stärkenden Frühstück hieß es für uns heute: Sachen packen und ab auf die Straße, denn es wartete ein Tag voller absoluter landschaftlicher Highlights auf uns. Daher hatten wir uns auch entschieden, sofort zu fahren, ohne uns die Stadt noch anzuschauen.
Unser erstes Etappenziel war der spektakuläre Fundy Trail Parkway. Diese Küstenstraße bietet atemberaubende Panoramen, und wir ließen kaum einen der fantastischen Aussichtspunkte aus, um die tiefen Klippen und den Blick auf den Ozean zu bewundern. Um die Natur noch intensiver zu erleben, schnürten wir die Wanderschuhe und liefen den Scenic River Trail - ein wunderschöner Weg, der uns vorbei an unberührter Natur führte und genau die richtige Dosis frische Luft brachte.
Doch das eigentliche Hauptziel des Tages lag noch vor uns: der Hopewell Rocks Provincial Park. Dieser Ort ist weltberühmt für den extremsten Tidenhub der Erde. Unser Timing hätte nicht besser sein können, denn bei unserer Ankunft herrschte absolute Ebbe! So konnten wir hinunter zum Meeresboden spazieren und direkt zwischen den gigantischen. ikonischen "Blumentopffelsen" (Flowerpot Rocks) umherwandern. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, an einem Ort zu Fuß zu gehen, der nur wenige Stunden später wieder metertief unter Wassermassen begraben liegt. Die bizzarren, von der Erosion geformten Felsformationen aus dieser Perspektive zu bestaunen, war schlichtweg beeindruckend.
Bevor es auf die Insel ging, erreichten wir die gewaltige, fast 13 Kilometer lange Confederation Bridge. Direkt vor der Brücke legten wir einen kurzen Zwischenstopp beim Touristeninformationszentrum ein. Das Büro hatte leider schon geschlossen, aber wir nutzten die Gelegenheit trotzdem, um von dort aus ein paar tolle Erinnerungsfotos von diesem beeindruckenden Bauwerk zu schießen. Danach ging es schließlich über die Brücke hinüber auf die Insel.
Nah einer langen, aber landschaftlich reizvollen Fahrt kamen wir am Abend schließlich in der charmanten Inselhauptstadt Charlottetown auf Prince Edward Island an. Wir steuerten unsere Unterkunft für die nächsten Tage an: das historische The Harbor House in bester Lage nahe der Uferpromenade.
Nachdem wir in diesem gemütlichen Bed & Breakfast eingecheckt hatten, zog es uns noch in ein lokales Restaurant, wo wir uns ein große Portion fangfrische, knusprige Fish & Chips schmecken ließen.
Ein perfekter, typisch kanadischer Ausklang für einen unvergesslichen Roadtrip-Tag!
Nach dem Frühstück im The Harbor House fahren wir los. Leider regnet es noch immer. Wir fahren zunächst in den Prince Edward Island National Park und machen dort einen Spaziergang an einen der Strände. Bei diesem Wetter sind wir tatsächlich ganz allein - weit und breit ist niemand zu sehen.
In der Wetter-App entdecken wir, dass es am North Cape bereits deutlich besser aussieht. Kurzerhand beschließen wir, dorthin zu fahren. Allerdings liegen noch ganze 134 Kilometer vor uns.
Als wir am North Cape ankommen, erwartet uns tatsächlich strahlend blauer Himmel. Was für ein Unterschied zum Wetter zuvor.
Wir laufen bis zur Spitze der Sandbank und klettern anschließend ein wenig auf den beeindruckenden roten Felsen herum. Anschließend gehen wir noch ein Stück an der Küste entlang.
Danach beschließen wir, an der Nordküste entlang zurückzufahren. Leider gibt es unterwegs nich besonders viel zu sehen, und so brechen wir den Ausflug schließlich ab und fahren zurück nach Charlottetown.
Dort schlendern wir noch durch die Stadt, schauen uns ein wenig um und lassen den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen.
Heute heißt es früh aufstehen: um 6 Uhr klingelt der Wecker. Wir packen unsere Sachen ins Auto und gehen erst einmal gemütlich frühstücken. Danach machen wir uns auf den Weg nach Wood Islands zur Fähre.
Dort angekommen, haben wir noch etwa eine Stunde Zeit, bevor es losgeht.
Dann heißt es endlich: Leinen los! Nach rund 75 Minuten erreichen wir Nova Scotia. Von dort liegt allerdings noch eine lange Fahrt bis nach Sydney vor uns.
Unterwegs in Guysborough machen wir noch einen kurzen Stopp bei einer Tourist-Information und decken uns mit Kartenmaterial für die geplante Autorooute am nächsten Tag ein.
In Baddeck legen wir eine weitere Pause ein. Wir wollen uns eigentlich nur ein bisschen umschauen und eine Kleinigkeit essen. Wir setzen uns in ein Fischrestaurant am Bras d´or Yacht Club. Leider fühlen wir uns dort irgendwie nich besonders willkommen - wir werden mehr oder weniger ignoriert. Also beschließen wir, wieder zu gehen. Ganz ohne Kommentar geht das natürlich nicht: Karsten lässt es sich nicht nehmen, seinen Unmut noch kundzutun.
unterwegs gesehen
Anschließend fahren wir weiter nach Sydney zu unserem bereits gebuchten Hotel für die nächsten zwei Nächte. Schon bei der Ankunft merken wir: Das wird nichts! das Hotel ist eine Baustellen. Auf dem Dach sitzen Bauarbeiter. Und drinnen ein Frühstücksraum, der eher die Größe einer Abstellkammer hat. Das geht für uns gar nicht. Auch wenn sie dort bemüht waren, uns ein Zimmer ganz hinten zu geben.
Karsten nimmt kurzerhand Kontakt mit Expedia auf. Nach einigem Hin und Her werden die gebuchten Zimmer tatsächlich storniert. Also heißt es: ein neues Hotel suchen. Wir entscheiden uns schließlich für zwei Nächte in einem Hotel der Hilton-Gruppe, checken ein und bringen unser Gepäck aufs Zimmer.
Anschließend fahren wir zum Hafen von Sydney. Dort steht uns eine Premiere auf dem Programm: unser erster Lobster! ?
Als wir dann das Werkzeug, das man uns zum Knacken und Zerlegen des Lobsters gegeben hat sehen, ist uns nicht ganz geheuer. Und ein Lätzchen wollen wir uns nun wirklich nicht umbinden - dafür sind wir dann doch zu stolz ?
Zum Glück können wir den Koch davon überzeugen, das Lobsterfleisch für uns aus dem Tier zu lösen. So können wir unseren ersten Lobster ganz entspannt genießen.
Danach machen wir uns noch auf den Weg zu einem weiteren Wahrzeichen Sydneys: der größten Geige der Welt . Sie ist unglaubliche 17 Meter hoch und wiegt stolze 8 Tonnen. Natürlich darf auch hier eine kleine Erfrischung nicht fehlen - wir gönnen uns ein buntes Eis.
Zum Abschluss fahren wir noch zum berühmten Sydney Sign, natürlich in Kanada und nicht in Australien ? , bevor wir den Tag langsam ausklingen lassen.
Nach dem Frühstück im Hotel, steht heute ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Reise auf dem Programm: Wir fahren den Cabot Trail, der zu den schönsten Küstenstraßen Nordamerikas zählt. Die rund 300 Kilometer lange Strecke führt einmal rund um den Norden von Cape Breton und verspricht spektakuläre Landschaften, schroffe Küsten und immer wieder fantastische Ausblicke.
Schon kurz nach dem Start erwartet uns das erste kleine Abenteuer: Mit einer kleinen Fähre setzen wir über das Wasser und erreichen die nächste Etappe unserer Fahrt.
Unser erster Stopp ist der Meat Cove Lookout. Wir unternehmen eine Wanderung von insgesamt etwa 7 Kilometern und werden dabei mit wunderschönen Ausblicken auf die zerklüftete Küste und das Meer belohnt. Die Landschaft hier ist einfach beeindruckend - grüne Hügel, steile Klippen und der tiefblaue Atlantik ergeben eine fantastische Kulisse.
Da der gesamte Cabot Trail über 300 Kilometer lang ist, müssen wir allerdings ein wenig auf die Zeit achten. Leider können wir nicht an jeder interessanten Stelle anhalten, obwohl es unterwegs unzählige Möglichkeiten für Fotostopps gibt. Man möchte eigentlich ständig aussteigen und die Landschaft genießen.
Auf der anderen Seite des Trails wartet dann ein weiteres Highligt auf uns: der Skyline Trail. Auch hier schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns auf den Weg. Die Wanderung führt durch eine wunderschöne Landschaft und bietet immer wieder grandiose Ausblicke auf die Küste. Besonders beeindruckend ist das letzte Stück, das über lange Holzbohlenwege führt. Insgesamt sind wir etwa 7 Kilometer unterwegs.
Nach diesem eindrucksvollen Wandertag setzen wir unsere Fahrt auf dem Cabot Trail fort. Wir fahren die Strecke bis zum Ende und anschließend wieder zurück in Richtung Sydney. Dabei können wir noch einmal die abwechslungsreiche Landschaft von Cape Breton genießen - von dichten Wäldern über weite Küstenabschnitte bis hin zu spektakulären Klippen.
Für eine Stärkung unterwegs legen wir in Chéticamp eine Pause ein und essen dort etwas, bevor es weitergeht.
Am Ende des Tages geht es zurück nach Sydney. Hinter uns liegt ein langer, aber unglaublich schöner Tag mit vielen Kilometern, zwei tollen Wanderungen und unzählingen Eindrücken. Der Cabot Trail hat definitiv gehalten, was er verspricht: eine spektakuläre Küstenstraße durch eine der schönsten Landschaften Kanadas.