Delicate Arch im Arches Nationalpark
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Japan

Unsere Japan - Reise vom 05.09. - 20.09.2003

Am 05.09.2003 flogen wir von München über Dubai nach Osaka. 

 

Wir standen also am 05.09.2003 morgens vorm Haus und warteten auf unser bestelltes Taxi. Dieses kam erst als wir noch mal nachfragten. Wir wollten vom Bahnhof in Winterbach mit der S-Bahn nach Stuttgart. Die S-Bahn kam nicht - Ausfall. Oje, wir also in den Gegenzug nach Schorndorf gestiegen um dort ein Taxi zu nehmen. Die Idee hatten noch mehrere. Irgendwann hatten wir dann doch noch Glück und die Taxifahrerin raste nach Stuttgart. Dort noch einen Sprint entlang der Bahnsteige und dann der Schock. Der ICE hatte Verspätung. Irgendwie war das  nicht unser Tag. Eine Stunde später trudelte der ICE dann ein. Gut das wir uns ein kleines Zeitpolster zurechtgelegt hatten. Wir kamen noch pünktlich und konnten ohne Wartezeit einchecken.

 

Wir flogen nach Dubai (6h) dort hatten wir Aufenthalt bis morgens um 3 Uhr. Dann ging es weiter nochmals 13 Stunden Flug. 

 

Japan ist wunderschön mit seinen Gegensätzen - modern und traditionell - auf der einen Seite die Tempel und auf der anderen Seite moderne Hochgeschwindigkeitszüge. Man muss es einfach mal gesehen haben.

Wir mussten, um zum Hotel zu kommen, einen andere Bahnlinie nehmen. Oje, die Fahrkartenautomaten sahen sehr kompliziert aus und japanisch konnten wir auch nicht. Kein Problem bei den netten Japanern. Ein junges Pärchen half uns und brachte uns sogar bis zu unserem Hotel. Die Zimmer waren sehr klein und die Nasszelle war ins Zimmer in einem Stück eingebaut. Sah aus wie komplett aus Kunststoff. Wahrscheinlich wegen der vielen Erdbeben dort, Fliesen würden da wohl nicht halten.

 

Im Hotel gab es kein Restaurant, also mussten wir gleich noch  mal los. Es war schon sehr spät und schon dunkel. Wir fanden dann so etwas wie eine Kantine und auf Anfrage bekamen wir auch eine englische Speisekarte. Wir aßen Reis mit schwarzem Sesam und bekamen auch einen Löffel. Danach ging es sofort wieder ins Hotel.

 

Wir hatten alle Hotels per Internet gebucht, auch die Fahrkarten für die Hochgeschwindigkeitszüge. Landung war in Osaka wo wir aber gleich weiterfuhren nach Kyoto. Bahnfahren ist dort ein muss. Die Bahn kommt im Bahnhof an (Endstation). Man darf nicht einsteigen. Eine Putzkollone wird durch die Wagen geschickt. Mit Hebeln wird die ganze Sitzreihe in die neue Fahrtrichtung gedreht und schon kann es losgehen. Im Wagon kommt man sich vor wie im Flieger. Sitze und Tische zum runter klappen. Oberhalb der Türen laufen Anzeigen in 3 Sprachen, darunter, zum Glück,  auch Englisch. Die Bahnhöfe gleichen riesigen Shoppingmeilen in zig Etagen. Selbst Kulturveranstaltungen mit Bühnen gibt es dort.

Wir mit unserem Guide

Bloß nicht!

 

Ohne Hauspantoffeln

Beim Betreten von Wohnungen, Gasthäusern, Tempeln und anderen Gebäuden lässt man die Schuhe in einem Vorraum stehen und zieht dort bereitstehende Pantoffeln an. Auch diese zieht man aus, wenn man ein Tatamizimmer betritt. Wieder andere Pantoffeln werden ausschließlich in den Toiletten benutzt. Man lässt sie mit den Hacken zur Tür so stehen, dass der nächste beim Betreten des Örtchens leicht in sie hineinschlüpfen kann. Kaum etwas ist peinlicher, als sich dabei zu ertappen, mit den Toilettenpantoffeln durchs ganze Haus gelaufen zu sein.

 

Wir hatten in Beppu ein Hotel wo wir dies auch beachten mussten. Man kam zum Zimmer herein und zog Pantoffeln an, eigentlich nur um sich in einem Umkreis von 2-3 m bewegen zu können. Vor dem WC standen blaue WC- Pantoffeln. Der eigentlich Raum war mit Tatamimatten ausgelegt. Dort trägt man keine Pantoffeln. Das Zimmer hatte einen niedrigen Tisch und Stühle ohne Beine. Ansonsten gab es noch einen Fernseher und einen Balkonraum. Auf dem Tisch stand eine Thermoskanne mit heißem Wasser, sodass  man sich immer Tee aufgießen konnte. Mir ist es auch passiert, dass das Zimmermädchen kam und ich die falschen Schlappen an hatte. :-(

 

Badesitten missachten

Wichtigste Regel: Steigen Sie nie ins Gemeinschaftsbad, ohne sich vorher gründlich abgeseift zu haben und die Seife abgespült zu haben. Und tauchen sie anschließend ins 40-42 °C heiße Wasser ohne lautes Kreischen. Baden Sie in kleinen Pensionen oder bei Privatleuten allein, so verwenden Sie das Wasser im Becken ebenfalls nie zum Reiningen und lassen Sie es auf keinen Fall ab, denn anschließend möchten die anderen auch noch hineinsteigen. Man lässt Ihnen nur als Gast den Vortritt.

 

In besagtem Hotel in Beppu war das bei uns aus so. Es gab Becken für Männer und Frauen getrennt. Da wir das nicht wollten reservierten wir eine der Familienbäder. Man zieht sich im Vorraum aus. Im Baderaum seift man sich ein, setzt sich auf kleine Holzhocker und schüttet sich Wasser zum abspülen über den Kopf. Danach steigt man ins Bad. Das Wasser war so heiß, ich brauchte eine Ewigkeit bis ich im Becken war. Im Gemeinschaftsbad wäre das sicherlich sehr peinlich gewesen. Als wir nach dem Bad wieder ins Zimmer kamen, waren unsere Betten auf den Tatamimatten aufgebaut. Die hatten sich vorher im Schrank befunden.

 

Schneuzen

Lautes Naseputzen ist in Japan ein Zeichen für schlechte Kinderstube. Suppe schlürfen aber nicht.

 


 

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© Andrea Gebhardt