Ostküste Australien 2018
Ostküste Australien 2018
Unsere Reisen
Unsere Reisen

Ostküste Australiens                     von Cairns nach Brisbane                vom 17.11. bis 09.12.2018

Auch in diesem Jahr sollte es wieder eine Reise nach Down Under werden, aber nun an die Ostküste, die Strecke von Cairns nach Brisbane. 

 

Mein Mann Karsten, hatte wie schon im letzten Jahr, im Dezember und Januar viel Zeit im Internet verbracht um nach Flugschnäppchen zu suchen. Auch in diesem Jahr wurde er fündig, wenn auch mit kleinen Stolpersteinen. Es wurden wieder Business Class Flüge mit Katar Airways, aber leider mit Start von Stockholm (Schweden). Aber von solchen Kleinigkeiten ließen wir uns nicht abhalten. Kurzerhand wurde ein Lufthansaflug von Frankfurt nach Stockholm und zurück hinzu gebucht. 

 

Den Mietwagen buchten wir dieses mal bei Budget, wie immer einen SUV mit Allradantrieb. Diese sind in Australien, vor allem an der Ostküste, richtig teuer.

 

Ich erstellte wie immer eine grobe Route mit den wichtigsten Parks und Sehenswürdigkeiten, dann kamen die Übernachtungsort in deren Nähe hinzu. Verschiedene Touren oder Flüge über Inseln buchten wir ebenfalls schon von Deutschland aus. 

 

Am 17.11.2018 war es dann endlich soweit. Mit unserem Auto fuhren wir nach Frankfurt / Main. Dort hatten wir einen Tiefgaragenplatz im NH Hotel gebucht, von dort brachte uns ein Shuttlebus zum Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Um 15 Uhr startete die Maschine nach Stockholm. 

 

 

Wir landeten pünktlich um 18.10 Uhr und holten unser Gepäck. Anschließend checken wir bei Katar Air in der Business Class ein. Ohne Wartezeit werden wir abgefertigt und unsere Koffer bis Sydney durchgecheckt. Nach einer erneuten Sicherheitskontrolle gehen wir in die Business Lounge: Hier essen wir eine Kleinigkeit und laden die Handys. Um 21.45 Uhr startet unser Flug nach Doha. 

 

Im Flugzeug werden wir mit Getränken begrüsst. Wir sitzen in einem Bereich mit Türen (siehe Bild) . Nach dem Start bekommen wir recht schnell unser bestelltes Menü, ich hatte als Vorspeise Lachs, Hauptspeise Curryhühnchen mit Reis, Nachspeise Obst. Bei Film und Lesen verging die Zeit sehr schnell. 

 

Um 5.50 Uhr landen wir in Doha. Da wir nur 2 Stunden Zeit haben, können wir nicht in die Lounge sondern gehen gleich zu unserem Gate. Der Flug nach Sydney geht pünktlich um 7.55 Uhr Ortszeit, wieder in der Business Class. Hier sitzen wir durch den Gang getrennt, auch wieder in Kabinen mit Türen. Hier essen wir und schauen einen Film. Anschließend bekommen wir einen Pyjama und während wir uns umziehen wird unser Bett bezogen. Ich schlafe 6 Stunden sehr gut. Danach gibt es Frühstück und ich schaue noch einen Film. Um 6.25 Uhr Ortszeit kommen am 19.11. in Sydney an. (Zeitverschiebung Deutschland - Sydney +10 h)

 

Hier haben wir einen Aufenthalt von 2 Stunden und 25 Minuten. Wir gehen holen unsere Koffer, zum Glück sind beide angekommen. Jetzt durch den Sicherheitsbereich. Die Schlangen sind lang, alles drängt sich durch 2 Türen. Karsten fragt einen Beamten, da wir ja weiter müssen und nicht viel Zeit haben. Er öffnet für uns eine weitere Tür und so sind wir schnell durch. Wir flitzen den Gang weiter und merken erst jetzt, dass unser zweiter Koffer fehlt. Karsten hat ihn vergessen, als er mit dem Beamten geredet hat. Also wieder zurück, aber der Beamte lässt uns nicht wieder zurück zum Koffer. Wir sehen ihn zwischen den Menschenmassen stehen. Karsten versucht mit dem Mann zu reden, aber dieser brüllt uns nur an, da wir ja nicht mehr in den Bereich, wo der Koffer noch steht, zurück dürfen. Irgendwann bringt er unseren Koffer doch noch.

 

Jetzt müssen wir in einen den Bereich zum Einchecken für Inlandsflüge. Dort geben wir die Koffer wieder auf. Vorn dort geht es aus dem Flughafen, von wo wir mit einem Shuttlebus, durch den morgendlichen Berufsverkehr, an den Nationalen Flughafen von Sydney fahren. Dort halten wir uns eine halbe Stunde in der Business Lounge auf. Eine Stunde später sitzen wir im Flieger nach Cairns, Abflug ist um 8.50 Uhr, Ankunft um 10.55 Uhr - Zeitverschiebung hier + 9 Stunden. Unsere Koffer haben es geschafft und stehen schon abholbereit am Kofferband. 

 

Bei Budget steht unser Mietwagen schon bereit, einen KIA SUV, leider nicht mit 4 WD. Schnell sind die Koffer verstaut, Navi wurde schon in Deutschland programiert und schon kann es losgehen. Karsten muss sich erst wieder an den Linksverkehr und das seitenverkehrte Auto gewöhnen. So kommt mehrmals, statt des Blinkers der Scheibenwischer zum Einsatz. Nach 20 Minuten erreichen wir die Unterkunft am Trinity Beach. Es ist eine wunderschöne , große Wohnung in der 3. Etage, mit Blick aufs Meer, nur durch eine schmale Straße entfernt. 

 
 

Wir fahren als nächstes zu einem in der Nähe gelegenen Supermarkt Coles und kaufen Getränke und Lebensmittel für die nächsten Tage. Leider bekommen wir, wie auch im letzten Jahr, keine Kühlbox. Nach dem Verstauen der Sachen machen wir einen kleinen Rundgang am Strand. Es ist 17 Uhr und wir beschließen gleich beim Italiener an der Promenade essen zu gehen. Karsten nimmt Pizza Hawaii und ich einen Cäsarsalat. Pappsatt gehen wir anschließend zurück und um 20 Uhr fallen wir hundemüden ins Bett.

20.11.2018 Trinity Beach-Ausflug nach Kuranda und Cairns

Ich bin schon um 4.30 Uhr wach, gerade richtig zum Sonnenaufgang. Ich genieße die Ruhe am Morgen. Wir frühstücken auf unserem Balkon, einfach nur herrlich, jetzt  kann der Urlaub so richtig beginnen.

Heute wollen wir nach Kuranda, einem kleinen Bergdorf, welches 25km von Cairns entfernt mitten im Regenwald liegt und zum Weltnaturerbe gehört. Allein schon die Anreise nach Kuranda im Auto ist ein echtes Erlebnis. Die Strecke führt mitten durch den Regenwald.

Man kann Kuranda auch mit der Kuranda Scenic Railway erreichen, oder in einer komfortablen Gondel der Skyrail Rainforest Cableway von Cairns aus über die Baumkronen des Regenwalds gleiten.

 

Wir entscheiden uns trotzdem mit unserem Auto zu fahren. Parken ist in Kuranda kostenlos. Am Ortsrand fließt der Barron River, mit den  260m hohen Barron Falls Wasserfällen.

Wir starten unsere erste Wanderung, welche zum größten Teil auf einem Boardwalk verläuft. Am Ende werden wir mit einem tollen Ausblick auf die Falls belohnt, leider nur mit wenig Wasser, da gerade Trockenzeit ist. 

 

Als wir umkehren, kommt gerade die Scenic Railway, welche hier auch stoppt. 

Zurück beim Auto, fahren wir noch zum 1 km entfernten Lookout auf die Küste. Hier sind wir ganz allein und horchen dem Konzert der Tiere. 

Anschließend fahren wir nach Kuranda, parken und gehen als erstes ins Visitor Centre auf einer Wiese am Ende der Coondoo Street. Danach schlendern wir durch die Läden, alles sehr touristisch hier, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. 

Es gibt einen kleinen Schmetterlingszoo und 2 andere kleinere Zoos. Alle drei kamen uns überteuert vor, wir schauen uns lieber die Tiere in freier Wildbahn an. Wir beschließen noch die kleine Wanderund durch den Regenwald - den Jum Rum Creek Jungle Walk zu machen. Wir suchen uns den Startpunkt und los geht es bergab, vorbei an einer kleinen Auffangstation für Fledermäuse. Hier kann man sich, für eine kleine Spende umschauen. Leider gab es hier gerade Nachwuchs und deshalb geschlossen. Weiter geht es, immer bergab, bis wir den Boardwalk erreichen. Hier sind die Bäume auf Tafeln erklärt. Nach 200 m der erste Schock des Urlaubs, von links nach rechts durch meine Beine hindurch schlängelte sich eine schwarze Schlange mit rot/weißem Kopf. Die war genauso erschrocken wie wir und verschwand im Gebüsch. Nach der Aufregung sind wir aufmerksamer, immer weiter bergab , dann über einen kleinen Bach und auf der anderen Seite bergauf, bis zu einer Straße. Hier entscheiden wir am Straßenrand weiterzugehen bis zurück nach Kuranda. Es war schon Mittag und sehr heiß, ans Klima müssen wir uns wohl noch gewöhnen. Am Auto angekommen, gab es Bananen und Kekse. 

Wir beschließen noch nach Cairns zu fahren. Parken im Stadtzentrum ist kostenpflichtig von Mo-Fr 8:30-17:00, Sa. 8:30-11:30, ansonsten kostenlos. An der Parkuhr 1:20$/Std. Wir parken in der Nähe des Strandes und schauen uns als erstes die Cairns Lagoon an -  135m länger und 60 m breiter kostenloser Salzwasserpool, an einer Seite mit künstlichen Sandstrand. Toll, das wäre in Deutschland undenkbar. 

Wir laufen ein Stück durch die Innenstadt, auf der Suche nach den Bäumen mit den Flughunden. Diese sollen sich in Bäumen in der Nähe der Cairns Libary befinden hinter dem Night Markets. ( Ecke Abbott St/Aplin St.). Hier stehen mehrere Banyan Feigenbäume mit ausladenden Ästen, auf denen eine Kolonie von über tausend Flughunden leben. Man kann sie den ganzen Tag beobachten. Gegen Sonnenuntergang wird es dann spektakulär, wenn tausend nachtaktive Flughunde auf einmal in die Luft schwingen. Wir beobachten diese eine Weile und beschließen doch bis zum Sonnenuntergang zu warten. In der Zwischenzeit gehen wir in den Night Markets ewas essen und schlendern anschließend durch den Markt. 

 

Anschließend gehen wir noch einmal zur Lagune. Dort soll sich auch noch eine 6 Meter hohe Riesen-Skulptur mit Meerestieren und Vögeln befinden. 

 

Anschließend schauen wir uns das Spektakel der Flughunde an, wirklich beeindruckend und wer hier in der Nähe ist, sollte dies auf keinen Fall verpassen.

Es ist schon spät als wir zurück nach Trinity Beach fahren.

21.11.2018 Ausflug zum Daintree National Park und  Cape Tribulation

 

Wir stehen um 6 Uhr auf und gehen um 7.30 Uhr an den Bus Stop um die Ecke. Gefrühstückt haben wir wie gestern auf unserem Balkon. 

Überpünktlich kommt der Bus mit einem sehr netten Fahrer. Wir sitzen ganz vorn und Karsten unterhält sich sehr viel mit ihm, er hat einen Fevel für Deutsche und es kommen immer mal Sprüche, von wegen Pünktlichkeit der Deutschen. Also ist zu spät kommen für heute tabu. Die Tour wurde von Deutschland aus gebucht.

Wir fahren Richtung Norden und nach uns muss er nur noch 2 Personen in Port Douglas abholen.  Dann geht es auch schon Richtung Daintree National Park wo wir mit der Fähre auf die andere Flussseite wechseln.

 

Erster Stopp ist auf einem Walkway wo man den seltenen Helmkasuar noch ab und zu sehen kann. Dieser ist in etwa so groß wir ein Strauß. Wir haben wirklich Glück, erst raschelt es im Gebüsch und dann klettert doch wirklich so ein riesiger Vogel auf den Walkway. Alle standen wie versteinert, die ersten konnten auch gut fotografieren, ich hatte auch Glück. Karsten leider nicht. Man muss schon aufpassen, denn dieser Vogel kann gefährlich werden. Am besten langsam rückwärts gehen. Wir standen auf dem schmalen Walkway wie versteinert. Nach ein paar Minuten verlies der Vogel wieder den Weg und verschwand im Gebüsch. Welch eine Aufregung. 

Anschließend geht es weiter zum Cape Tribulation. Unterwegs sehen wir dieses lustige Verkehrsschild. 

 

Dort erwartet uns ein Imbiss und danach eine 1-stündige Pause, wo wir uns am Cap umschauen können. Ein wunderschöner Strand erwartet uns. Es ist gerade Ebbe. Wir klettern ein bisschen auf dem Riff umher und beobachten die kleinen Fische, welche sich in den Wasserlöchern befinden und bis zur Flut ausharren müssen. 

 

 

Weiter geht die Fahrt zurück zur Fähre. Dort steigen wir auf ein kleines Boot um. Wir sehen Kokodile, Vögel und eine beeindruckende Landschaft. An einem kleinen Café im Busch werden wir wieder abgesetzt und werden von unserem Busfahrer wieder aufgesammelt. Nun wollen wir ein Eis mitten im Regenwald essen. Dieses ist sehr lecker. 

 

Anschließend fahren wir wieder Richtung Süden. Unterwegs gibt es noch einen Stopp, wo wir leckeres Eis essen. Danach geht es weiter zur Mosman Gorge, wo manche von uns , nach einem kurzen Spaziergang, noch baden. Wir schauen uns lieber die Landschaft an und beobachten die Tiere. 

 

Gegen 19 Uhr kommen wir wieder am Trinity Beach an. Ein war ein wunderschöner Ausflugstag und sein Geld wert. Gebucht hatten wir von Deutschland aus. 

Unterwegs stoppen wir am Straßenrand kurz vor unserem Ort und beobachten Kängurus, welche sich dort in großer Zahl aufhalten.

Abendessen gibt es heute in der Unterkunft. Morgen müssen wir schon diesen wunderschönen Ort verlassen.

22.11.2018 Trinity Beach - Mission Beach

Wir frühstücken noch einmal auf unserem Balkon und checken anschließend aus. Heute geht unsere Tour in Richtung Süden los. Wir fahren auf der Straße in Richtung Kuranda, haben uns dazu entschlossen, nicht die Küstenstraße zu nehmen, sondern lieber ein paar National Parks zu sehen. Erster Stopp ist in Mareeba. Der kleine Ort hat ein typisches Wildwestflair. Örtliche Händler erfüllen Cowboy-Träume mit Ledersätteln, handgefertigten Buschhüten und übergroßen Gürtelschnallen. Früher war Mareeba das Zentrum von Australiens größter Tabakanbauregion. Mit Obsthainen, Kaffeeplantagen und Destillerien nutzt heute der Ort seinen Boden für gesündere Produkte. Die Region hat außerdem etliche ungewöhnliche Naturattraktionen zu bieten. 

 

Wir fahren zum Information Centre mit kostenlosem Museum. Dort berät uns ein freundlicher Mitarbeiter und zeigt uns einen Teil des Museum. Wir beschließen zur Mareeba Tropical Savanna & Wetland Reserve zu fahren. Dies ist ein wunderschönes 20 km2 großes Naturschutzgebiet mit Wald, Weideland, Sümpfen und der großen Clancy´s Lagoon - ein Paradies für Vogelfreunde. Aber leider ist der Park geschlossen wahrscheinlich wegen der Trockenheit. 

 

Also wieder zurück nach Mareeba und von da zum Granit Gorge Nature Park: Dieser liegt 12 km von Mareeba entfernt kostet 10$ Eintritt. Wir investieren noch 5$ in 2 Tüten Futter für die Felsenkängurus und Schildkröten. Bei brütender Hitze steigen wir die Stufen hinunter zu den gigantischen Granitfelsen, Höhlen, Wasserlöchern, in denen sich Schildkröten tummeln. An den Felsen hopsen uns schon ein paar Kängurus entgegen. Sie haben es auf das Futter abgesehen. 

Wir laufen die kleine Runde weiter, mehr wollen wir uns bei der Hitze nicht zumuten. Etwas verwinkelt liegt ein kleiner See, wo sich Schildkröten tummeln. Nachdem wir etwas Futter ins Wasser geworfen haben, kommen auch schon die ersten Exemplare angeschwommen. Wir laufen die Runde weiter, müssen nun über die Granitfelsen klettern. Alles ist gut gekennzeichnet, sodass wir uns nicht verlaufen. Irgendwann geht es über die Felsen steil bergauf bis zum Eingang. Wir gehen noch einmal zu den Felsenkängurus, welche sich mittelerweile nur noch im Schatten aufhalten. So werden wir unser letztes Futter noch los. 

 

Ein Campingplatz liegt hier ebenfalls. Es ist Mittagszeit und wir setzen uns in den Schatten und essen eine Kleinigkeit. 

 

Anschließend fahren wir weiter zum Millaa Millaa Wasserfall. Dieser Wasserfall soll zu den schönsten Australiens gehören. Leider hat er nicht sehr viel Wasser, trotzdem ein malerischer Ort, wunderbar für einen Zwischenstopp.

 

Langsam ziehen Wolken auf, es sieht nach Regen aus.  Weiter geht es noch zum Zillie Falls und Ellinjaa Falls. Der gesamte Rundkurs beläuft sich auf 20 km. Da es in der Ferne schon donnert, halten wir uns bei beiden nicht sehr lange auf, obwohl es sehr idyllisch ist und wir bei beiden Fällen ganz allein sind. 

 

Der Mamu Canopy Walk war auf der Weiterfahrt noch geplant, haben es aber wegen des Gewitters gekanzelt. Hier kann man den Regenwald nicht nur wie gewohnt von unten, sondern auch von oben über einen Skywalk auf bis zu 15 m Höhe erleben. Um alles zu sehen, muss man 1 bis 1,5 Stunden einplanen, der Rundweg ist etwa 2,5 km lang (26,5km östlich von Millaa Millaa an Palmerston Hwy, Innisfail QLD 4860 (24$) 

 

Wir fahren weiter nach Mission Beach. Der Ort besteht aus mehreren  Strandsiedlungen. Da es schon spät ist, fahren wir zur Unterkunft, welche sich mittem im Regenwald befindet. Die Unterkunft besteht aus 3 Ferienhäusern und in der Mitte befindet sich ein Pool. Die Besitzer empfangen uns und fahren unsere Koffer mittels kleinem Handwagen zum Ferienhaus. Wir brechen gleich wieder auf um zu Abend zu Essen. Der Vermieter hat uns von einem Steg erzählt, wo man Schildkröten beobachten können. Wir fahren sofort los und haben auch wirklich Glück. Danach fahren wir zum Zentrum von Mission Beach mit seiner originellen Standuhr, welche an der Porter Promenade, Ecke Cambell Street steht. Rund um die Uhr liegen viele Restaurants. Wir entschließen uns Fish and Chips zu essen, die besten welche ich je gegessen habe. 

 

Anschließend fahren wir zurück und fallen totmüde ins Bett.

 

23.11.2018 Mission Beach - Townsville

Nach dem Frühstück auf der Terasse unseres Ferienhauses, packen wir unsere Koffer wieder ins Auto und wollen uns von den netten Vermietern verabschieden. Sie nehmen und mit und  zeigen uns etwas Einzigartiges. Sie helfen seit langem Tieren in Not, haben einen Garten wo verletzte Wallabies und andere Tiere sind, welche sie wieder aufpäppeln. Sie haben gestern Abend noch eine riesige, 70 kg schwere Wasserschildkröte gerettet. Diese liegt in einem großen Becken. Die Schildkröte hat zu viel Plastik gefressen und kann nun nicht mehr abtauchen. Sie wollen sie ein paar Tage beobachten, ob sie das Plastik wieder ausscheidet. Falls nicht, muss diese operiert werden. Hut ab vor so viel Tierliebe und Engagement. 

Das Highlight von Mission Beach ist der 14 km lange Palmenstrand. Wer morgens bereits zum Sonnenaufgang auf den Beinen ist, sieht den mit Kokospalmen bewachsenen Strand und die vorgelagerte Dunk Island von ihren schönsten Seiten.

 

Da wir gestern keine Zeit mehr hatten, fahren wir als erstes an den Strand. Dort soll sich auch ein Wanderweg befinden, welchen wir zum Teil laufen wollen. Uns eröffnen sich wundervolle Ausblicke. 

Wir laufen den Walkway, sind hier fast ganz allein. Da es sich um keinen Rundweg handelt, kehren wir in der Hälfte um. Wir haben Glück und sehen schon zum 2. Mal auf unserer Reise einen Helmkasuar. Dieser steht mitten auf dem Walkway und pickt heruntergefallene Früchte auf. 

 

Nach vielen Fotos später gehen wir zum Auto und fahren weiter in Richtung Townsville unserem heutigen Übernachtungsort. 

Unterwegs sehen wir einen Wegweiser zum Girramay National Park zur Murray Falls Camping Area. Wir beschließen einen kurzen Stopps an den Falls, obwohl dieser Park weder im Buch noch in unserer Karte zu finden ist. Unterwegs sehen wir ein Buschfeuer rechts der Straße. Ich bin natürlich etwas beunruhigt. Wir fahren bis zum Ende der Straße bis zum Camping Platz, wo sich nur wenige Fahrzeuge befanden. Ein kleiner Walkway schlängelte sich bis zu den Falls, einem wunderschönen Ort. Wir waren ganz alleine da. Da ein paar Fotos fahren wir eine Etage nach unten und klettern dort über die Granitfelsen. Ein junges Paar badet dort und rutsch die Felsen herunter. Wir verabschieden uns von diesem schönen Ort, fahren am Buschfeuer vorbei wieder auf den Highway, weiter bis Tully. 

Die Ortschaften Babinda, Innisfail und Tully kämpfen schon seit dem Jahr 1970 um den Titel der nassesten Stadt Australiens. Als Wandertrophähe wird ein Gummistiefel herumgereicht, der zumeist von Babinda gewonnen wird. Tully sieht das allerdings anders und hat seine Hauptstraße, die Butler Street, mit einem Golden Gummistiefel verschönert. Der Stiefel ist 7,9 m hoch, weil es im Jahr 1950, dem nassesten Jahr in der Geschichte, ganze 7.900 mm geregnet hat (zum Vergleich: Berlin bringt es nur auf 550mm pro Jahr. Wir machen ein paar Fotos und ich steige im Stiefel bis nach oben. An der Treppe nach oben sind historische Bilder von Überschwemmungen des Ortes zu sehen. Ansonsten gibt es im Ort, bis auf eine Zuckerrohrfabrik genau gegenüber, nichts zu sehen, sodass wir gleich weiter fahren.

 

Wir fahren durch Cardwell dem 2. ältesten Ort Nord-Queensland und 37 km nach diesem kommen wir am Hinchinbrook Lookout vorbei. Am höchsten Punkt der Cardwell Range dem Dalrymple Gap, liegt dieser sehenswerter Aussichtspunkt.

 

Nicht weit entfernt von hier liegt der Paluma Range National Park. Hier fahren wir als erstes zum Big Crystall Creek, einer sehr holprigen Fahrt um am Ende zu sehen das es gesperrt ist. Also versuchen wir es mit dem Little Crystal Creek. Endlose Kilometer schlängelt sich die schmale Straße den Berg hinauf bis zum Little Crystal  Creek, einem von Felsbrocken eingerahmten Bach mitten im Regenwald. Wir stellen unser Auto auf dem Parkplatz ab und laufen zur historischen Brücke. Nur noch ein „komisches“ Pärchen ist hier. Als sie uns sehen laufen sie zum Parkplatz. Wir haben Angst, das sie unser Auto aufknacken und gehen lieber, ein paar Fotos später, zum Auto zurück.

 

Wir fahren weiter nach Townsville bevor es dunkel wurde, direkt zu unserer Unterkunft am Ende der Palmer Street. Abends gehen wir beim sehr lauten Cactus Jack essen, einer kleinen Franchise Kette mit amerikanischen-mexikanischen Menü. Klimatisierter , mexikanisch dekorierter Gastraum oder auch an der frischen Luft auf geflochtenen Stühlen mit Mosaiktischen täglich geöffnet ab 17 Uhr. Das Essen war gut aber es war sehr laut.

 

 

Blick aus dem Hotelzimmer

24.11.2018 Townsville - Magnetic Island - Townsville

Für heute steht eine gebuchte Bustour auf Magnetic Island an. Diese haben wir schon von Deutschland aus gebucht, auch die Fähre, welche uns hin und wieder zurück bringt. Wir frühstücken im Restaurant an unserem Hotel und fahren mit dem Auto zur Fähre. Es ist schon sehr warm. Hier hilft es nur sich in den Fahrtwind zu stellen. Auf der Insel angekommen, müssen wir eine halbe Stunde warten, bekommen daher aber einen guten vorderen Platz im Bus. Start der Bustour ist um 10 Uhr vom Nelly Ferry Terminal in der Bus zone.

 

Magnetic Island liegt vor der Küste von Townsville und ist nicht nur ein fotogener Anblick aus der Ferne. Die Insel liegt 8 km vom Festland entfernt. Sie hat wie Townsville ein trockenes Klima mit 320 Sonnentagen im Jahr und ist mit Eukalyptus-Wald und kurios aussehenenden Hoop Pines bewachsen. Man kann ohne Anstrengung Koalas, Rock-Wallabys und Possums beobachten. Oft sieht man auch schwarze und gelbe Kakadus, Seeadler und Papageien. Mehr als die Hälfte der Insel ist als National Park geschützt. Es gibt Wanderwege welche zu den schönsten Orten der Insel führen. 

 

Unser Busfahrer ist sehr freundlich und hält unterhaltsame Kommentare zu hunderten von Themen bereit, während wir die malerischen Straßen und Wege der wunderschönen Insel erkunden. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, einschließlich ein oder zwei geheime Spots werden vom Bus angefahren. Er zeigt uns Plätze wo Koalas in den Bäumen hängen und andere interessante Plätze. 

 

Mit Fähre geht es um 15:00 Uhr zurück / Ankunft in Townsville: 15:30 Uhr

 

Wir fahren zur Strandpromenade von Townsville „The Strand“. Dieser ist  2,2 km lang, mit Kokospalmen und ausladenden Banyan Feigenbäumen. Hier gibt es ein Salzwasserschwimmbad (Rock Pool - kostenlos) ganz im Norden, einen Sandstrand mit Rettungsschwimmern und traumhafte Ausblicke auf Magnetic Island und ein öffentliches Freibad (Tobrook Freibad (5$)) am Südende. Nachts kann man hier in den Bäumen mit etwas Glück Possums in den Bäumen sehen. In den Sommermonaten sieht man tagsüber hier oft lärmende Kakadus in den Bäumen, die wegen der leider nicht für Menschen schmackhaften Nüssen hierherkommen. Am Nordende des Strandes befindet sich der Kissing Point. Vor dem Eingang des Rockpool Restaurants, geht es an der linken Seite einen steilen Weg mit einigen Stufen in etwa fünf bis zehn Minuten den Hügel hinauf zum Kissing Point. 

Hier hat man eine tolle Aussicht auf Magnetic Island und Castle Hill. Hierzu waren wir leider zu faul. Wir relaxen lieber eine Weile auf einer Bank mit Ausblick auf Magnetic Island und fahren anschließend ins Hotel. Zum Essen gehen wir heute in ein einfaches Fischrestaurant gleich in der Nachbarschaft unseres Hotels.

 
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© Andrea Gebhardt